Pferdezuchtverein Achim e.V.

Über Uns

Historie des Pferdezuchtverein Achim

Ein wenig Zuchtgeschichte aus Achim


Die Geschichte des Pferdezuchtvereins Achim geht weit ins 19. Jahrhundert zurück. Schon um 1880 wurden regelmäßig Tierschauen in Achim veranstaltet – übrigens streng getrennt nach Herkünften aus der Marsch und von der Geest, wobei die Pferde überwiegend aus der Marsch kamen.


1920 erfolgte dann die Gründung des bis heute bestehenden Pferdezuchtvereins Achim Die staatlichen Deckstationen im Vereinsgebiet befanden sich damals in Achim-Baden und in Bremen-Arbergen und wurden erst 1932 in Achim (bis 1974) konzentriert.

Der Mutterstamm des „Weltmeyer“ hat seinen Ursprung im Vereinsgebiet. Er kommt aus dem Weserdorf Hagen-Grinden vom Hof Puvogel und war schon in den 30iger Jahren so berühmt, dass er u.a. 1936 einer amerikanischen Kavalleriedelegation vorgeführt wurde. Der in Lüneburgischen recht einflussreiche „Floreat“ (geb. 1932) stammte damals aus dieser Zucht. „Halt“ (1916, Zü: Seekamp/Bierden), der Muttersvater von „Ferdinand“, war der erste wichtige Hengst aus der Achimer Zucht. „Halt“ war auch schon ein Produkt einer Modean-paarung seiner Zeit: „Honorat“ x „Alnok“. Letztgenannter war so bedeutend, dass noch heute ein Weg neben der Arberger Kirche in Bremen seinen Namen trägt.


Eine große Zeit erlebten die Züchter im Pferdezuchtverein Achim zwischen 1957 und 1966, als die Stempelhengste „Frustra II“ und „Grande“ in Achim aufgestellt wurden. Von den damals von Vereinsmitgliedern gezogenen Pferden sind vor allem die drei in Celle aufgestellten Grande-Söhne „Glander“ (Zü: Osmers, Schaphusen) , „Gralsritter“ (Zü: Lange, Bassen) und „Graphit“ (Züchter Köhne, Oyten) als herausragende Produkte zu nennen. Als internationale Springpferde traten u.a. „Grande Giso“ (Vollbruder zu Glander) und „Grande“ (Ellmers; Bockhorst) auch auf Olympischen Spielen 1976 in Montreal an.


Die Deckstelle in Achim wurde 1974 geschlossen und mit Thedinghausen (bis 1988) zusammengelegt. Sie war zuletzt u.a. mit dem sehr guten Vollblüter „Sudan xx“ besetzt, der u.a. die Deckhengste „Spitzbube (MV Grande, Zü.: Schöne Uphusen) und „Südwind“ (MV Lateran, Zü: Köhne, Oyten ) brachte. Bekanntestes Produkt von „Sudan xx“ war aber „Sherry“           (Zü: Weidenhöfer, Achim), auf dem M. Baumann bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul als Mitglied der Vielseitigkeitsmannschaft die Goldmedaille gewann.


Seit Mitte der 80iger Jahre hat sich die Zuchtwelt gewandelt, Spitzenhengste werden überregional genutzt, stationstypische Abstammungen sind weitgehend verschwunden.

Aus der Zucht von Vereinsmitgliedern sind seither hervorzuheben der Celler Landbeschäler „Wesley“ von Weltmeyer (MV Atatürk, Zü: Osmers, Bockhorst) und das aktuelle Spitzen-Dressurpfed „Warum nicht“ (Vater: Weltmeyer, Mutter von  Wenzel I/Sudan xx, Züchter Luessen, Bendingbostel).




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